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Winter

Dezember

Obstbaumpflege: Blutlauskrebs - Obstbaumkrebs

Nach dem Laubfall sind die krebsartigen Wucherungen an den Apfelbäumen besonders gut zu erkennen. Verursacher dieser Symptome sind Blutläuse oder der Pilz Nectria galligena.

Blutläuse:

Bereits in den Sommermonaten ist an den Trieben und vor allem im Bereich krebsartig veränderten Rindengewebes ein weißer, watteartiger Belag zu finden, unter dem die braunroten Blutläuse versteckt leben. Der Speichel der Blutläuse löst im Kambium schwammige Auftreibungen aus, die Rinde platzt und es entstehen die typischen Wucherungen (Blutlauskrebs). Blutläuse überwintern an den Wurzeln und in Rindenrissen. Bei länger anhaltender Kälte von 18 °C sterben die oberirdisch überwinternden Tiere ab und die Neubesiedlung erfolgt von den Wurzeln her. Im Hausgarten lässt sich die Aufwanderung etwas dezimieren, indem man im März einen Leimring um den Stamm legt. Der natürliche Feind der Blutlaus ist die Blutlauszehrwespe.

Obstbaumkrebs:

An den krebsartigen Wucherungen sind häufig rötlich orange Pusteln (Sporenbehälter) zu finden. Die Infektionsgefahr ist bei feuchter Witterung besonders hoch. Die Pilzsporen werden nach Regenperioden aus den Sporenbehältern geschleudert. Gelangen sie auf bereits vorhandene Wunden, bedeutet dies eine Neuinfektion. Den ganzen Winter über (feuchte Witterung vorausgesetzt) werden Sporen freigelassen. Mitte März etwa ist die Infektionsgefahr vorbei.

Bekämpfung:

Ausschneiden der befallenen Stellen, dabei die Schnittwerkzeuge nach jedem Schnitt desinfizieren (Spiritus) und alle Wunden mit einem Wundverschlussmittel verschließen. Produkte mit Fungizidzusatz sind dabei vorzuziehen z.B. Tervanol F.

Viel Spaß im Garten wünscht ihnen

Silvia Tänzler
Güstrower Baumschulen.

Januar

Oh du entspannte Winterzeit

Liebe Gartenfreunde,

in der Winterzeit gibt es nicht viel zu tun im Garten. Aber ganz ohne geht es denn doch nicht. Es sollte des Öfteren ein Kontrollgang durchgeführt werden. Der Winterschutz an empfindlichen Gehölzen muss überprüft werden. Wenn Schnee gefallen ist sollte man darauf achten, das dieser nicht die Gehölze zu sehr belastet und eventuell Zweige abbrechen könnten. Am besten schüttelt man den Schnee einfach ab. Wenn die Witterung offen ist und der Frost aus dem Boden ist können die immer-grünen Laubgehölze sowie die Nadelgehölze gern mal mit Wasser versorgt werden. Denn die meisten Gehölze erfrieren nicht im Winter sondern vertrocknen. Auch die Kübelpflanzen sollte man im Winter mal gießen wenn es die Witterung zulässt.
Auch sollten wir an unsere gefiederten Gartenfreunde denken und sie mit Futter versorgen. Sie danken es uns im Rest des Jahres, wenn sie uns den Garten von Raupen und anderen Schädlingen befreien. Wenn Sie Nisthilfen aufgestellt haben, dann können Sie diese jetzt reinigen und alte Nester entfernen. Es empfiehlt sich bei dieser Arbeit Handschuhe zu tragen als Schutz vor eventuell vorhandenen Vogelflöhen.
Wenn Sie eine elektrische Weihnachtsbeleuchtung angebracht haben, achten Sie bitte darauf, dass die Lampen frei sind und nicht an den Nadeln anliegen, da diese schnell durch die Wärme der Lampen leiden können bis hin zum Absterben.
Wenn Sie einen Teich im Garten haben in dem Fische leben, sollten Sie auf eine gute Sauerstoffversorgung während der "Eiszeit" achten. Statt ständig ein Loch ins Eis zu schlagen ist es besser ein Bündel Schilfrohr einfrieren zu lassen. So kommt genug Luft ins Wasser und die Fische werden nicht gestört.

Ich wünsche Ihnen ein gesundes neues Jahr und erholen Sie sich gut damit Sie im Frühjahr wieder voll durchstarten können.

Silvia Tänzler
Güstrower Baumschulen.

Februar

Frostrisse am Stamm verhindern

Wenn die Sonne im Laufe des Januars an Kraft gewinnt, kann sie für junge Obstbäume zum Problem werden: Die dunklen Stämme absorbieren das Sonnenlicht und erwärmen sich dadurch tagsüber. Wenn in der darauf folgenden Nacht Frost vorherrscht, kommt es zu Gewebespannungen, die ganz feine, mit bloßem Auge nicht erkennbare Haarrisse in der Rinde zur Folge haben können. Im Laufe des Frühjahrs und des Sommers, wenn das Wachstum einsetzt, werden diese größer und offenkundig. Um diese Frostschäden zu verhindern, können die Stämme im Winter mit weißer Kalkmilch (etwa Biobaumanstrich, Neudorff) bestrichen werden. Diese helle Farbe verhindert weitgehend ein Erwärmen der Stämme. Die Wärme wird zurückgestrahlt.

Chlorose-Eisenmangel-Gelbsucht
Besonders häufig sind diese Mangelerscheinungen an Rhododendron zu finden.
Blätter zeigen sich von der Spitze her gelblich oder weiß verfärbt, wobei die Blattadern weiterhin grün bleiben - das ist das typische Schadbild einer Chlorose (Eisenmangel Gelbsucht). Die Bildung von Blattgrün (Chlorophyll) ist gestört und ohne Chlorophyll ist das Leben der Pflanzen nicht möglich. Die erkrankten Pflanzen kümmern im Wuchs zunächst und im Extremfall sterben sie ab.

Die Hauptursache von Chlorosen sind:

  • Störungen des Wurzelwachstums bei schweren nassen Böden (Staunässe im Wurzelbereich)

  • ein Mangel an bestimmten Nährstoffen (Eisenmangel).

Es kann zwar genügend Eisen im Boden vorhanden sein, in kalkhaltigen Böden wird jedoch Eisen festgelegt, so dass es für die Pflanzen nicht aufnehmbar ist. In diesen Fällen hilft oft der Einsatz entsprechender Düngermittel mit einem erhöhten Eisenanteil.
Um die Nährstoffzusammensetzung zu klären, sollten auch von Zeit zu Zeit Bodenuntersuchungen in Betracht gezogen werden.

Silvia Tänzler
Güstrower Baumschulen.

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