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Frühling

März

Omoriken mit Nadelbräune

Die Nadeln an den Zweigspitzen werden braun und fallen ab, am auffälligsten sind die Erscheinungen bei Omoriken im Frühjahr. Verursacht wird die Gelbspitzigkeit durch Magnesiummangel. Die Aufnahme von Magnesium erfolgt über die Wurzeln und ist stark abhängig vom Kalkgehalt im Boden. Die Aufnahme wird einerseits stark gehemmt bei einem pH-Wert von unter 4,5. Andererseits können aber auch zu hohe Kalium- und Ammoniumwerte im Boden die Aufnahme verhindern. Besonders auf schweren, lehmigen oder stark mit Humus angereicherten Gartenböden ist Magnesiummangel bei Omoriken zu beobachten. Im Frühjahr Magnesiumsulfat (Bittersalz) auf die Baumscheibe streuen, je nach Baumgröße 200-500 g. Diese Maßnahme ist nur bei Omoriken, dort aber jährlich, durchzuführen.

Infektionsgefahr : Obstbaumkrebs

Regenfälle können zur weiteren Infektion mit Obstbaumkrebs führen: Die Pilzsporen werden nach Regenperioden aus den Sporenbehältern ausgeschleudert. Gelangen sie auf bereits vorhandene Wunden (Frostrisse oder offene Schnittwunden, bedeutet dies eine Neuinfektion. Bei feuchter Witterung werden die Sporen den ganzen Winter über, bis ins Frühjahr hinein, freigelassen. Etwa Mitte März ist die Infektionsgefahr dann beendet. Bekämpfung: Sorgfältiges Ausschneiden der befallenen Stellen. Wichtig ist, die Schnittwerkzeuge nach jedem Schnitt zu desinfizieren (Spiritus). Alle beim Schnitt entstandenen Wunden sind mit einem Wundverschlussmittel zu verschließen. Produkte mit Fungizidzusatz sind dabei vorzuziehen, z.B. Wund-Balsam oder Tervanol F.

Kräuselkrankheit des Pfirsich

Der Pilz überwintert an den Knospenschuppen und infiziert unter feuchten Bedingungen die jungen Blättchen schon beim Aufbruch der Knospen. Temperaturen um 7 °C reichen zur Infektion aus. Rechtzeitiges Spritzen ist notwendig.

April

Rosen beschneiden

Nach dem langen Winter wird es nun endlich Zeit die Pflanzen von ihrem Winterschutz zu befreien. Die Rosen werden abgehäufelt und zurück geschnitten. Durch einen fachgerechten Rückschnitt der Rosen im Frühjahr werden das Wachstum und die Blütenbildung der Pflanzen gefördert. Durch die Bildung neuer Triebe wird die Pflanze verjüngt und ein weiterer Effekt ist, dass die Rose in Form gehalten wird. Der beste Zeitpunkt um Rosen zu schneiden ist während der Blüte der Forsythie, da dann in der Regel keine gefährlichen Spätfröste mehr zu erwarten sind. Der Schnitt erfolgt immer ca. 1 cm über dem Auge und wird etwas schräg angesetzt. Bei Edel- und Beetrosen sollte darauf geachtet werden, dass das letzte Auge nach außen zeigt.

Neuanpflanzungen

Auch bei den Stauden werden jetzt die alten Pflanzenteile abgeschnitten. Ebenfalls können jetzt auch Stauden umgesetzt bzw. geteilt werden. Auch für Neuanpflanzungen ist jetzt der richtige Zeitpunkt.
Wer im Herbst es nicht mehr geschafft hat neue Obstgehölze zu setzen, kann dies jetzt nachholen. Lassen Sie sich bei der Arten- und Sortenauswahl in der Baumschule beraten. Auch die Unterlagen von Obstgehölzen haben einen großen Einfluss auf den Wuchs des Gehölzes. Auch muss beim Setzen von Obstgehölzen die so genannte Fruchtfolge beachtet werden. Man kann dort wo ein Kernobst (Apfel, Birne) gestanden hat nur ein Steinobst (Kirsche, Pflaume, Pfirsich) wieder setzen. Als Faustregel sagt man, das im Kronenbereich des alten Baumes nicht wieder die gleiche Art stehen darf. Macht man es doch kann es zu Nachbauschäden kommen. Der Baum wächst so gut wie nicht und auch die Blüten- und Fruchtausbildung setzt kaum ein.

Einen schönen Start ins Frühjahr wünscht ihnen Silvia Tänzler von den Güstrower Baumschulen.

Mai

Rhododendronblüte

Der Monat Mai steht für die Rhododendronblüte. Mit einer der beliebtesten Gartenpflanzen ist der Rhododendron, im Volksmund auch Alpenrose genannt. Die immergrüne Pflanze mit der wundervollen Blüte ist aber auch etwas anspruchsvoll. Die Beschaffenheit des Bodens soll für den Rhododendron locker, humusartig und wasserdurchlässig sein. Festere Böden müssen mit reichlich Torf- und Sandgemisch locker gemacht werden. Der Säurewert sollte zwischen den pH Werten 4,5 und 6,5 liegen. Auf kalkhaltigen Böden mit pH Werten zwischen 6,5 und 8,0 wird die Pflanzung von "Inkarho "-Rhododendron empfohlen. Fragen Sie den Fachmann, der kann Ihnen da weiterhelfen. Weiterhin muss bei der Pflanzung von Rhododendron darauf geachtet werden, dass die Pflanze nicht den ganzen Tag in der "prallen" Sonne steht. Gerade die starke Mittagssonne, zwischen 11.00 Uhr und 14.00 Uhr sollte vermieden werden. Auch eine ausreichende Nährstoffversorgung ist für die Pflanze wichtig. Gedüngt wird einmal vor und einmal nach der Blüte mit einem speziellen Rhododendrondünger. Auch das Ausbrechen der abgeblühten Blütenstände ist für das Wachstum von Vorteil. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die jungen Neutriebe unter der alten Blüte nicht verletzt werden. Da der Rhododendron ein Flachwurzler ist, sollte es vermieden werden unter ihm zu hacken, da dadurch die Wurzeln verletzt werden könnten. Eine Mulchschicht hält lästiges Unkraut fern und zugleich hält sie die Feuchtigkeit im Boden. Wenn sie diese Tipps bei der Pflanzung von Rhododendron befolgen, werden Sie sich an der tollen Blüte jedes Jahr erfreuen können. Ebenfalls im Mai beginnt die Saison für die Sommerblüher. Eine breite Produktpalette in allen erdenklichen Farben steht für die Bepflanzung von Kübeln, Beeten oder Balkonkästen bereit. Aber Achtung, vergessen Sie die Eisheiligen nicht. Ein Nachtfrost in dieser Zeit kann die ganze Blütenpracht zu Nichte machen.

Silvia Tänzler
Güstrower Baumschulen.

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