Monat Februar

Frostrisse am Stamm verhindern

Wenn die Sonne im Laufe des Januars an Kraft gewinnt, kann sie für junge Obstbäume zum Problem werden: Die dunklen Stämme absorbieren das Sonnenlicht und erwärmen sich dadurch tagsüber. Wenn in der darauf folgenden Nacht Frost vorherrscht, kommt es zu Gewebespannungen, die ganz feine, mit bloßem Auge nicht erkennbare Haarrisse in der Rinde zur Folge haben können. Im Laufe des Frühjahrs und des Sommers, wenn das Wachstum einsetzt, werden diese größer und offenkundig. Um diese Frostschäden zu verhindern, können die Stämme im Winter mit weißer Kalkmilch (etwa Biobaumanstrich, Neudorff) bestrichen werden. Diese helle Farbe verhindert weitgehend ein Erwärmen der Stämme. Die Wärme wird zurückgestrahlt.

Chlorose-Eisenmangel-Gelbsucht

Besonders häufig sind diese Mangelerscheinungen an Rhododendron zu finden.
Blätter zeigen sich von der Spitze her gelblich oder weiß verfärbt, wobei die Blattadern weiterhin grün bleiben- das ist das typische Schadbild einer Chlorose (Eisenmangel Gelbsucht). Die Bildung von Blattgrün (Chlorophyll) ist gestört und ohne Chlorophyll ist das Leben der Pflanzen nicht möglich. Die erkrankten Pflanzen kümmern im Wuchs zunächst und im Extremfall sterben sie ab.

Die Hauptursache von Chlorosen sind:

  • Störungen des Wurzelwachstums bei schweren nassen Böden (Staunässe im Wurzel-bereich)

  • ein Mangel an be-stimmten Nährstoffen (Eisenmangel).

Es kann zwar genügend Eisen im Boden vorhanden sein, in kalkhaltigen Böden wird jedoch Eisen festgelegt, so dass es für die Pflanzen nicht aufnehmbar ist. In diesen Fällen hilft oft der Einsatz entsprechender Düngermittel mit einem erhöhten Eisenanteil.
Um die Nährstoffzusammensetzung zu klären, sollten auch von Zeit zu Zeit Bodenuntersuchungen in Betracht gezogen werden.

Silvia Tänzler
Güstrower Baumschulen.